Donnerstag, 31. August 2017

Freiheit leuchtet




Heute, am 23.08.2017 wurden im Oberhausener Rathaus, durch die Künstlerin Simone Kamm und ihr außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt, viele Herzen erleuchtet. Ein imposanter Friedensengel der durch fast hundert Kinder- und Jugendliche verschiedener Nationalitäten in monatelanger Zusammenarbeit erschaffen wurde. Sie alle leben bei uns in Oberhausen. 
 
Simone Kamm schaffte durch diese Objektarbeit ein unglaubliches Phänomen. Ihr Wunsch, in so vielen Kindern- und Jugendlichen ohne Notendruck die eigene  Schöpfungskraft zu entdecken und dabei künstlerisch zeigen zu können, was Gemeinsamkeit alles bewirken kann.

 Ihre Botschaft ist vollkommen angekommen. Die Grundidee der Künstlerin, eine friedliche Zukunft gemeinsam zu gestalten, war heute im Rathaus durchaus spürbar. 


Die Kinder durften nicht nur erfahren, wie es ist, gemeinsam etwas „ganz Großes“ zu erschaffen, sondern sie durften auch erfahren, wie man aus Resten (Spargelresten!), die andere vermutlich immer nur gedankenlos wegwerfen, etwas ganz Neues entstehen lassen kann. Das Wichtigste an dieser immensen Zusammenarbeit dürfte jedoch das Gefühl sein, ein Teil dessen zu sein, das sich nicht nur in dieser Gemeinsamkeit wiederspiegelt, sondern einfach ein entscheidender Teil des Ganzen zu sein. Jede einzelne dieser Kinderhände war unsagbar wichtig - denn Simone Kamms Friedensengel verbreitet deshalb auch überdeutlich die Botschaft, ICH GEHÖRE DAZU!

Auch ich war natürlich mit meiner Tochter Natascha vor Ort. Deutlich spürte ich ein warmes Glücksgefühl, während Simone Kamm eine liebevolle Rede hielt. Und ich hatte einen wunderbaren Hund mit dabei. Julchen, eine große, schwarze Dogge, die mit ihrem natürlichen Instinkt in der Lage ist, Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Gerade Tiere sind in der Lage, tief in die Seele der Menschen zu schauen. Auch meine Tochter ist empathisch genug, so oft ein Friedensengel für uns zu sein und darauf bin ich wirklich sehr stolz. Überhaupt - heute hielten sich verschiedene „Engel“ im Rathaus auf.


Simone Kamms „Friedensengel“ ist so groß geworden, dass er nicht mehr durch die Rathaustür passt, nicht in ganzer Form transportiert werden konnte. An die 1000 Drahtstifte wurden geschnitten, um die 109 Einzelwerke am Gerüst des Engels zu befestigen.

Und es hat sich gelohnt! Ein Friedensengel, kreiert durch Kinderhände - deutlicher kann es für die restliche Welt nicht ausgedrückt werden - ein starkes „Für“ das Leben, die Liebe und den Seelenfrieden aller Menschen. Bewundern kann man diesen Friedensengel ab heute im Oberhausener Rathaus. 

Nehmt euch ein Beispiel an unseren Kindern, an der Kunst und an dem ehrlichen Wunsch nach Frieden und Menschlichkeit, denn „Freiheit Leuchtet“

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rückblick! Amerika hautnah - „best regards“ oder einfach nur „Hi“…

… wenn die Jay Ottaway Band ihre Instrumente stimmt und kurz danach loslegt.


 Am 9.April 2017 durften wir Jay und seine Jungs im LumberJack`s Diner, in Selm erleben.
 
Aber kommt kurz mit mir zurück nach Selm - ins LumberJack`s Diner von Christian Reimann…
Ob ihr eure Pferde gesattelt oder euren Oldtimer mitgebracht habt, Teddy beweist zu jeder Zeit Nerven wie Drahtseile und begrüßt seine Gäste persönlich.




Dieses völlig amerikanisch angehauchte Diner präsentierte den besten Brunch, den wir (Tina und Natascha Becker) seit langer Zeit genossen haben.
Christian Reimann, der Inhaber, ließ sich nicht lumpen und bot seinen Gästen wieder einmal nicht nur ein ausgezeichnetes Essen, sondern präsentierte uns dazu außergewöhnliche Livemusik, diesmal - die Jay Ottaway Band!
Für Christian Reimann, von allen nur liebevoll „Teddy“ genannt, gehört so ein (lange vorher ausverkauftes!) Event schon längst zu einem festen Programm. Der gelernte Koch, der sich auf ausgezeichnete Burger, saftige Steaks und eigens teuflisch gut kreierte Soßen spezialisiert hat, versprüht zudem immer gute Laune!
Ich schwöre Euch, wenn Euch „Teddy“ persönlich begrüßt, seid ihr völlig in seinem Bann gezogen und könnt einfach nichts dagegen tun!
Seine beste Idee war sicherlich die Eröffnung des „Lumber`s“ in Selm am 01.03.2014, seitdem sprudelt Christian Reimann vor lauter guten Ideen über!
Rock ‘n Roll im Herzen und kreative Burger Rezepte im Kopf - genauso sollte „Frau“ ihn richtig beschreiben, obwohl es bei ihm eigentlich Cook ‘n Rock heißen müsste! Zudem lädt er immer wieder zu unglaublicher Live Musik ein. Aber auch ein spontaner Abstecher in seine amerikanische Rock ‘n Roll Welt, bevorzugter 50er Jahre Style, also Rockabilly, ist hier ganz groß geschrieben.
Ein großes Lob sollte an dieser Stelle nun aber auch an Teddys Personal gerichtet werden: Egal, ob wir auf Stefan, Ralf, Maxi, Tabea, Jenny oder Aileen treffen, jeder von ihnen lässt keine Wünsche offen.
Christian - wir wissen, ein Mann trinkt bei dir keine Milch, er isst die Kuh!!! Mach einfach weiter so, du machst alles verdammt richtig!!!! Kein Weg zu deinem LumbersJack`s Diner ist zu weit …und wer den Weg bis jetzt immer noch nicht zu dir gefunden hat, sollte dies schnellstens nachholen…spätestens, wenn die Jay Ottaway Band nächstes Jahr wieder zurück nach Selm kommt, Yeah!!!
Wer immer “up to date” sein möchte, schaut unter

MPS - Mittelalterliches Phantasie Spectaculum - Saisoneröffnung 2017…

DU bist das MPS !




Mit bis zu 3000 Mitwirkenden ist das MPS das größte reisende Mittelalter-Kulturfestival der Welt und zieht seit 1994 durch unsere Lande. Trotz oder gerade wegen den zahlreichen, außergewöhnlichen Menschen, der atemberaubenden Musik und den vielen verrückten Besonderheiten, besteht jedes dieser fast unbeschreiblichen Events aus einer einzigartigen, friedlichen und feinfühligen  familiären Atmosphäre. Es ist  wie - „nach Hause“ zu kommen - die ausgesuchte Familie in geliebter Umgebung endlich wieder zu sehen. Lang nicht mehr gesehene Freunde findet man sicherlich bei den Händlern, Travernen, Heerlagern, Kampfplätzen oder spätestens bei den Bühnen wieder.
Die dunklen Lieblingsklamotten oder ausgesuchten Kostüme werden langsam schon wieder aus dem Schrank geholt, denn jetzt dauert es nicht mehr lange, im April geht die neue MPS Saison 2017 wieder los.
Genau der richtige Zeitpunkt, um ein interessantes Event noch einmal aufleben zu lassen. Das MPS Borken, auf den Wiesen des Freizeitparks Pröbsting 2016.
Ich durfte mit meiner Tochter Natascha, die viele fantastische Augenblicke fotografisch festhalten konnte, für zwei Tage dieses ungewöhnliche Spectaculum genießen und wir haben so viel aufgesogen, wie wir nur konnten.
Nachdem wir uns auf der „Campsite“ mit unserem „Flugreisebesen“(einige würden ihn auch Twingo nennen) einen Platz neben Freunden sichern konnten, blieb uns kaum noch Zeit zum Umziehen. In passende Kleidung hineinzuschlüpfen bedeutete, zwei Tage das MPS Leben und die passende Freiheit dazu verspüren. Eine völlig andere Welt erwartete uns. 
Pünktlich zum Einzug der Markteröffnung durch Bruder Rectus und seinem Gefolge, konnten wir uns bei strahlendem Sonnenschein ein Bild der folgenden Zeit hier auf den Pröbstwiesen schaffen. 
„Gottes Wille auf dem MPS - Willkommen in der Familie!“ 
Netter konnte es doch gar nicht anfangen. „Noch nie gesündigt, weder mit den Händen, noch mit den Lenden!“
Ob Bruder Rectus da nicht ein wenig übertrieb? Lächelnd stellte er uns seine Truppe vor: Der satirisch gut aufgelegte Tod, die beiden sündigen Nonnen Karma und Sutra, der hohe Ritter „Graf zu Grenzau“ und der zu einem begeisterten Publikum getragene Hans, der, der vom schwarzen Kater zuerst kein Bier, sondern einen Tee aus der Koboldschmiede gebracht haben wollte. Was für ein Trüppchen!
Dann gab es einen „Toast“ auf das Leben selbst. Das Leben -  hier bedeutete es Folk -MPS-und Festivalbühne, genau wie die kleineren Gaukler - und Kinderbühnen.
Doch bevor nun endlich alles beginnen konnte, wurden drei Sünder mit Büßergewand aus dem Volk gezogen. Sie wurden bis zur Unterhose ausgezogen, geteert (mit gut klebrigen Rübensirup, grins!) und danach ordentlich gefedert! Was für eine Warnung!
Jetzt kann ich die Lüsternheit des Volkes von früher völlig verstehen…Worte Bruder Rectus, aber niemand von uns, dem Volk, widersprach auch heute. (Natürlich sorgte Natascha anschließend für anständiges Bildermaterial).
Nach weiteren aufmunternden Taten waren wir alle durch seine hochinteressanten Worte entlassen und konnten uns endlich dem Mittelalter stellen. 
An“ Ascans Taverne“, in der Nähe der Festivalbühne gelegen, begegneten wir Franky. Der gute Geist dieser freundlichen Taverne, der uns sofort dazu herausforderte, zu nageln. Tztztz, nicht das, was ihr jetzt denkt! Zum „Nageln“ auf dem MPS, gehört ein uralter, hüfthoher Baumstumpf. 

Alle Anwesenden haben ein Beil in der einen Hand und versuchen, mit der spitzen Seite möglichst hurtig den vor ihnen leicht eingeschlagenen Nagel mit gekonnten Bewegungen in den Baumstumpf zu versenken. Der letzte, dessen Nagel übrig bleibt, muss die stets durstigen, mitmachenden Kehlen besänftigen. Was für ein Spaß! Aber leider war ich, im Gegensatz zu meiner Tochter, noch lange von einer Weltmeisterschafft dieses mittelalterlichen Sports entfernt. Ein älteres Ehepaar schaute uns begeistert zu. In einem späteren Gespräch stellte sich heraus, das sie damals nur ihre Tochter zu einem MPS gefahren haben. Seitdem sind sie völlig angesteckt und kehren jedes Jahr begeistert zurück, zurück zum MPS, so läuft das hier ab!
Bei dem ganzen Spaß drangen uns die Songs der Bands Cultus Ferox und Celtica Pipes Rock entgegen. Was für eine Atmosphäre, aber es gab ja noch so viel mehr zu erleben. Zum Abend hin begeisterte uns zum Beispiel die geniale Band Omnia.
 
Auf dem Weg zur MPS Bühne, fieberten wir den Bands Mr. Hurley& Die Pulveraffen, Saltatio Mortis ebenso wie Versengold entgegen. Auf dem Weg dorthin gab es Gaumenfreuden wie Pullet Pork, frisch gebackenes Brot oder Titanspieße. Die Sonne lachte uns immer heftiger entgegen und die Jungs auf der MPS Bühne konnten ihre Songs nicht eindrucksvoller für uns präsentieren. Genüsslich klapperten wir auch jeden einzelnen Gaukler- und Verkaufsstand ab. 

Was für herrliche, selbstgestaltete Gaben diese Händler alle mitgebracht hatten.
Natürlich begeisterte uns auch Hiljo mit seinem weißen Uhumädchen “ Susi Sorglos“, der Gaukler Friedrich, sowie das farbenfrohe Danse Infernale Stelzentheater, die auf dem ganzen Gelände unterwegs waren. Wie ein Schwamm sogen wir diese ganzen Eindrücke auf.
So neigte sich der Samstag zu Ende und wir mussten uns nun entscheiden, zu welchem Nachtkonzert es uns gelüstete: Zur MPS Bühne, an der Saltatio Mortis noch einmal alles gab? Oder zur Festivalbühne, auf der Celtica Pipes Rock wirklich stark wirkte? Schließlich entschieden wir uns jedoch für die Folksbühne. Dort spielten noch Saor Patrol. Wir erlebten mit unseren Freunden, vielen Piraten und andern gutgelaunten Gesellen einen wahnsinnig guten Abschluss des Tages während des anschließenden Nachtkonzerts der Band Knasterbart. 
Hier war unser Platz - und wir alle wussten wo! Noch ein letzter Schluck meines neuen Lieblingsgetränkes „Sommermet“ und Natascha und ich suchten, weit nach Mitternacht, unser Nachtlager -  unter lauten Zurufen „Bis morgen“ - auf. 
Am Sonntag wurde unsanft und ziemlich heftig an unser „Flugbesen“ gewackelt, sodass wir augenblicklich wach wurden. Gottes Wille verlangte auch Opfer, Bruder Rectus hatte ja so Recht!!! Unsere Freunde drückten uns Kaffee und ein mittelalterliches Getränk in die Hand und flugs ging es ab zum Ritterschlag von Bruder Rectus, schließlich war es Sonntagmorgen auf dem MPS!
Und schon klangen uns Dudelsack-und Giarrenklänge ans Ohr. Von keiner geringeren Band als Saor Patrol. Mit dieser Band würde ich mich heute eingehender beschäftigen. Und mein Näschen hatte mich mal wieder an den richtigen Ort geführt.
Saor Patrol - eine echt schottische Gruppe mit unglaublich interessantem Hintergrund. 
1999 hat der sympathische, langbärtige Charlie Allen während den Dreharbeiten zu dem Film „Gladiator“ die Band Saor Patrol gegründet. Er selbst beherrscht den Dudelsack perfekt, während Kevin Johnston, Mark Monaghan und André Zeumer hervorragend mit den Trommeln verzaubern. Steve Legget bringt dabei mit seiner E-Gitarre die Luft zum Kochen.
Diese Jungs treten nicht nur in ihren authentischen „Plaits“ auf, nein, direkt neben der Bühne haben sie auch einen eigenen Stand, an dem man schottische Kleidung in bestimmten Farben bestellen kann. Immer wieder fällt währenddessen stolz ein Name. DUNCARRON. 
Dies ist der Name eines nun fast fertig entstandenen, mittelalterlichen Dorfes aus dem 11. Jahrhundert, das durch den gemeinnützigen Verein „The Clanrandald Trust for Scotland“ so realistisch wie möglich aufgebaut wurde. Dazu wurden sogar Archäologen und Historiker zu Rate gezogen. Da das schottische Leben nicht ohne die ehemaligen Waffen und Kampftechniken auskommen konnte, wurde COMBAT INTERNATIONAL ins Leben gerufen. 
Tja und dann wurde sogar Hollywood auf dieses Projekt aufmerksam, damit kam es zur Teilnahme an Filmen wie Braveheard, Gladiator und Robin Hood. Damit war die Finanzierung gesichert, nun musste nur noch ein geeigneter Ort gefunden werden. Der Trust enschied sich im Jahre 2000 für das Gebiet am Carron Valley Reservoir in Carron Vally westlich von Stirling. Auch ein Name wurde schnell gefunden: DUNCARRON.
2001 begannen die Bauarbeiten durch Mitarbeiter aus allen Gesellschaftsschichten.
Langzeitarbeitslose, ehemalige Soldaten und schwer erziehbare, aber auch straffällige Jugendliche, denen so ein Weg zurück ins normale Leben ermöglicht werden konnte. 2012 konnten schon viele Gebäude Gestalt annehmen. Bisher wurden für den Aufbau des Dorfes über 2,8 Millionen Euro ausgegeben. Gelder kommen bis heute durch Auftritte der Gruppe Saor Patrol herein, die auch schon in Großbritanien, USA, Italien, Taiwan, Schweiz, Lettland und auch bei uns in Deutschland auftaten. 
Nach kompletter Fertigstellung des original schottischen Dorfes DUNCARRON aus dem 11. Jahrhundert, wird es auch der Öffentlichkeit für Besuche bereitgestellt und wer großes Glück hat, wird sogar Saor Patrol dort spielen hören.
So interessante Menschen trifft man halt auf einem MPS. Charlie Allan hat uns übrigens persönlich eingeladen, die Band dort spielen zu hören. Mal schauen, ob es demnächst mal heißen wird - Duncarron, wir kommen!
Zum Schluss möchte ich noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, wie gut  organisiert und perfekt abgestimmt dieses Event durchgeführt wurde. Angefangen von den Jungs und Mädels der ersten Kontrollabsperrung, bis zu jedem weiteren  Mitarbeiter. Respekt! Ein sicheres Gefühl vermittelten uns allen Daniel Domanski, André Bartels, Kai Unger, Freya Fara, Sandra Weißbach und Florian und viele andere, der guten, aber stillen Geister des MPS Borkens. Danke euch allen. Wir kehren gerne hierher zurück.

Freitag, 11. November 2016

Freitag der 13te und DER SPIEGEL DEINER SEELE

… die Seele eines Menschen ist der Spiegel unseres Selbst. Sie ist die eigentliche Energie, die uns am Leben hält, uns formt, uns zu dem erschafft, was uns tatsächlich ausmacht. Ein Mensch ohne Seele, ist einfach nur eine leere Hülle, der zur Traurigkeit verdammt ist, ein trostloses, unausgefülltes Leben zu führen - wenn man diesen Zustand dann überhaupt noch als „Leben“ bezeichnen könnte. Selbst der Tod bringt keine Erleichterung. Ein menschlicher Körper, dessen Seele ihn verlassen hat und der von dieser Erde unfreiwillig „geholt“ wird, hat es nicht verdient, Erfüllung zu finden. Er wird nie „ankommen“ und ab diesem Zeitpunkt ein unbefriedigtes Sein führen, irgendwo verloren zwischen dem Selbst und dem Sein.
Denn es gibt eine Zeit, an dem sich unsere Seele still und unaufhaltsam von uns lösen darf oder von einer mächtigen Person freigegeben werden kann. Das alles könnte am Freitag, den 13ten passieren!
An diesem besonderen Tag im Jahr, wird sie selbst entscheiden, ob der jeweilige Körper ein würdiger Ort ist, dort länger zu verweilen. Unbeugsam und ohne zu zögern. Unsere Seele hat dann die Macht, sich zu befreien, sich unaufgefordert von unserer sterblichen Hülle zu lösen und hinaufzusteigen in die Unendlichkeit. Jedoch gebannt, von einer anderen Person, ist sie niemals mehr aufzuhalten, es sei denn, sie wird von wahren Gefühlen der Freundschaft aufgehalten.
Freitag, der 13te!
Der menschliche Körper ist dann seelenlos, wertlos. Fällt der 13te Tag des Monats dann auch noch auf einen Freitag, ist dieser Tag so allmächtig, dass nur besonders emphatische Menschen diesen Zustand unfreiwillig miterleben können. Einige sind sogar in der Lage, all diese Seelenreisen körperlich zu spüren, die sich am FREITAG, den 13te ereignen.
Manchmal erscheint eine letzte Warnung, durch den SPIEGEL DEINER SEELE, aber wir müssen bereit sein, die Wahrheit zu akzeptieren, deshalb hört mir jetzt ganz aufmerksam zu und lernt aus dieser Geschichte…
Der Tag brach an. Er stand auf und schaute missmutig aus dem Fenster. Nebelschwaden, die vom Boden hinaufstiegen, trübten seine, an sich schon finstere Stimmung. Alles wirkte grau in grau, selbst die schwachen Sonnenstrahlen, die sich verzweifelt durch den diesigen Morgen kämpften, schienen keinerlei Chancen zu haben, etwas zu verändern.
Eilig drehte er sich herum. Plötzlich fiel es ihm wieder ein. Der Streit! Der Hass! In einem cholerischen Anfall hatte er den Besen seiner einstigen Hexenfreundin zerbrochen. Diese hatte ihn daraufhin verflucht und seine Seele freigegeben, am nächsten Freitag, den 13.
Und dieser Tag war ausgerechnet heute!
Er glaubte eigentlich nicht an solchen Seelenkram, weder an mystischen Flüchen, noch an ähnlichen Voraussagungen. Dummes Geschwätz - abergläubischer Krempel. Tief in seinem Inneren spürte er jedoch in all dessen, ein Fünkchen Wahrheit. Stur und verblendet ignorierte er hartnäckig weiterhin diese Tatsachen.
Eine innerliche Unruhe hatte ihn ergriffen. So beschloss er, schnellstens seine Wohnung zu verlassen, um auf andere Gedanken zu kommen. Eilig zog er seine zerschlissene Jacke über und verließ das Haus.
Einsam schritt er durch die Nebelschwaden. Er hatte kein Ziel, keine Freunde, wo es ihn hinziehen könnte. In diesem Moment wurde ihm bewusst, dass er überhaupt nicht spürte, wohin es ihn eigentlich trieb.
Kurze Zeit später stand er vor einem Gewässer. Der Nebel hatte sich etwas gelichtet und sein Blick fiel direkt auf die trübe Oberfläche des Flusses, die sich zunächst noch leicht kräuselte. Dann schaute er hoch und sah neben sich die rundgebaute Öffnung der Brücke, die sich über den Fluss legte. Das „Dahinter“ war nur zu schwer zu erahnen und verursachte ihm, zu seinem Ärger, ein ungutes Gefühl.
Zuerst wollte er diesen Ort schnellstens wieder verlassen, doch dann blickte er noch einmal auf die Wasseroberfläche, die sich inzwischen geglättet hatte und erstarrte. Erstaunt sah er eine männliche Person, die ihm stark ähnelte. Dunkel angezogen, jedoch noch von einer schwach erhellten Aura umgeben. Diese Augen allerdings, die sich im Wasser wiederspiegelten, erkannte er sofort. Es waren seine eigenen, doch zu seinem Entsetzen lagen sie tief in den Höhlen und schienen schon äußerst leblos zu sein.
Unwirsch drehte er sich um, vergrub die Hände tief in den Taschen und versuchte, sich dieser Situation zu entziehen.
Jetzt bloß nicht sentimental werden, Alter.
Den ganzen Weg mit sich selbst kämpfend, betrat er eine Zeit lang später seine kleine, spartanisch eingerichtete Wohnung und sah sich genauer um. Sollte seine Hexenfreundin doch Recht behalten, als sie ihm ihre harten Worte entgegenschleuderte?
Er hätte kein Herz. Keine Freunde. Tat nur immer nur so bereitwillig und verfolgte dabei nur seine eigenen Ziele. Ließ keine andere Meinung zu, kritisierte seine Mitmenschen härter und intensiver, als sie zu motivieren. Laut ihrer Meinung, war er ein verbohrter, eigensinniger Egoist.
Was sie aussprach, entsprach zum Teil der Wahrheit. Er war des Lebens müde geworden. Empfand seine Mitmenschen als unausstehlich, seine Arbeit als mühselig und sah keinen Sinn mehr darin, etwas aus seinem Leben zu gestalten. Ihm kam noch nicht einmal jetzt in den Sinn, dass er selbst daran schuld sein könnte, dass die Menschen sich nach und nach, bedingt durch seine schroffe Art, von ihm entfernten.
Und dann ihr letzter Satz: „Du wirst deine Seele verlieren. So sei es!“
„So sei es, so sei es“, äffte er sie im abwertenden Stil nach. Seine Seele verlieren, so ein Quatsch. Eine Seele ist logisch nicht nachweisbar, also kann es sie überhaupt nicht geben.
Verärgert versuchte er, ihre Worte zu ignorieren und ging seiner täglichen Arbeit nach. Und doch schien dieser Tag anders zu sein, als alle anderen.
Ihm fielen Dinge aus der Hand, er meinte Stimmen zu hören und suchte Gegenstände, die eigentlich immer auf demselben Platz lagen.
Scheiß Freitag und dann auch noch der 13te!
Plötzlich, der Abend nahte, verspürte er einen Ruf. Nichts direkt Hörbares. Nichts Greifbares. Er fühlte sich im Laufe des Tages unglaubwürdiger Weise nur immer schlechter.
Aber dann verspürte er plötzlich auch einen kurzen Moment, indem eine unbekannte Wärme seinen Körper durchzog. Mit einem Mal durchströmte ihn ein unbekanntes Gefühl, in diesem Augenblick den Telefonhörer in die Hand nehmen zu müssen und seine Hexenfreundin einfach anzurufen. Mit einem klärenden Gespräch über sein rüpelhaftes Verhalten zu reden. Seine Seele zu erleichtern und einen Weg zu finden, vieles wieder gerade zu rücken.
Doch er zögerte und verpasste diesen besonderen Moment. Zynisch blieb er einfach nur sitzen und atmete tief ein und aus. Daraufhin spürte er den Ruf, der sein Innerstes ergriffen hatte, nachdem er sich gegen den Anruf entschied. Der Drang wurde so stark, dass er sich schließlich die Jacke überzog und noch einmal in der Dunkelheit das Haus verließ.
Es zog ihn zum Fluss. An die gleiche Stelle, an der er heute Morgen schon einmal stand. Eine seltsame Macht hatte ihn ergriffen und brachte ihn hierher zurück.
Als er nun auf die Wasseroberfläche schaute, erschrak er zutiefst. Klar und deutlich konnte er sein eigenes Selbst darin entdecken, nur schien sein Körper von Sekunde zu Sekunde unsichtbarer zu werden. Ebenfalls konnte er genau dabei zusehen, wie vor seinen eigenen Augen auch noch der letzte Rest seiner schwachen Aura verblasste.
Doch er blieb weiterhin stumm und verbohrt. Er unternahm nichts, blieb einfach nur mit hängenden Armen und zitternden Knien an dergleichen Stelle stehen. Er wollte einfach nicht begreifen, dass dies seine letzte Chance war, sich selbst zu retten.
Plötzlich bäumte er sich auf, hob seine Arme und seinen Kopf in den düsteren Abendhimmel und schrie seine Wut und sein Entsetzen so laut er konnte, in die aufkommende Nacht hinaus. Doch es war zu spät.
Intensiv durchlebte er, wie sein Körper von einer eisigen Kälte erfasste wurde. Zeitgleich spürte er auf seinem Schädel ein stechendes Gefühl und danach wurde er schwerelos.
Unsichtbare Mächte hatten ihn gepackt, brachten ihn in eine horizontale Lage und schoben ihn langsam aber unaufhaltsam unter die Brücke hindurch - zur anderen, unbekannten dunklen Seite.
Seine Schreie, an diesem Freitag den 13ten, waren noch lange zu hören, auch nachdem er schon längst die andere Seite der Brücke erreicht hatte.
Einsam. Verlassen. Seelenlos.

(Foto: Frank Gebauer)

Gelungenes Oktoberfest 2016 - Tinas Eindruck

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... genauer gesagt, in der König Pilsener Arena Oberhausen
mit echten "Glanzlichtern" ...

Rauschende Feste müssen einfach gefeiert werden, wie sie fallen.
Am besten natürlich in der Oberhausener Arena, einer der größten
Arenen in NRW, die am 21. September 1996 mit einem Konzert der
Rockband "Status Quo" eröffnet wurde.
"Enjoy the Entertainment" genau diesem Motto ist die Arena über all die Jahre treu geblieben. An diesem besonderen Ort, in Oberhausen, finden regelmäßig Musikevents, aber auch wichtige Sportereignisse statt.
Man lasse mal Folgendes auf sich wirken: Die Arena umfasst unglaubliche 12.650 Personen und bietet 10.000 Sitzplätze auf zwei Ebenen. Die Deckenhöhe beträgt bis zu 21 Meter. Die Bühnengesamtlast trägt 380 Tonnen. Leuchtmittel mit 104 Kilowatt Leistungsaufnahme erhellen den gigantischen Innenraum. Die Lüftung wälzt 675.000 m³ Luft pro Stunde.
Also eine sehr gut gewählte Location für weltbekannte Shows wie Stromp, Riverdance, die Verleihung der Eins Live Krone oder die Heimspiele der Eishockeymannschaft "Revierlöwen Oberhausen".
Ich könnte noch von ganz anderen Events in der Arena berichten, aber das würde den rahmen sprengen. Ich war am Freitag, 21. Oktober 2016 hautnah dabei, als dort das Oktoberfest 2016 kräftig gefeiert wurde. Aufgeheizte Stimmung und wahnsinnig viel Schwung wurde durch die Münchner Gruppe "Zwietracht" in die Hütte gebracht, ein anderes Highlight war ganz eindeutig der Moderator: Florian Wels.

Die spritzige Münchner Band "Zwietracht" wurde 1991 von Karl Eichinger, Wolfgang Köbele und Heinz Fuhrmann gegründet. 1992 war die Band schon mit TV Größen wie Karl Moik, Maria Hellwig, Patrick Lindner und andern bekannten Künstlern 64 Tage auf Europatournee.
1994 flog die Band mit 40 Fallschirmspringern nach Fortaleza, Brasilien zum Boogie Do Brasil.
1997 startete Zwietracht zur zweiten großen Tournee mit Karl Moik, Al Martino und anderen Stars. Sie waren durchaus ein wichtiger Teil dieses Events. Schon 1998 wurden sie zu ihrer dritten Tournee eingeladen. Dort begeisterten sie ihr Publikum an der Seite von Rex Gildo, Peter und Gerda Steiner,
Lolita und weiteren Größen.
2000 begann eine Zusammenarbeit mit Rudolph Mooshammer, die Single "Mooshamma" landete
sogar in den Top 100 der Single-Charts.


Der Erfolg von Zwietracht nahm kein Ende. 2001 gelangte die Combo in die Vorentscheidung  zum Grand Prix Eurovision de la Chanson. Ihr Song "Freud und Leid" dürfte wirklich jedem bekannt sein. Dieser Auftritt sowie weitere Auftritte beim Grand Prix der Volksmusik und dem Grand Prix der guten Laune brachten der Band einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde ein.
Sicher kann sich jetzt auch jeder, der nicht an diesem Oktoberfest in der Arena Oberhausen teilgenommen hat, vorstellen, wie gut diese "großartigen Jungs" die Stimmung aufgeheizt haben.

Aber was wäre so ein Ereignis, ohne hervorragenden Moderator? Hmm, es geht bestimmt auch, ja, aber ich spreche hier von einem überwältigenden Event, wie das Oktoberfest in der Arena Oberhausen und dort hatte man natürlich niemand anderen ausgewählt als Florian Wels. Eine gute Wahl!
Florian Wels ist ein Kind aus dem Ruhrpott, in Oberhausen geboren, in dieser Stadt zum Gymnasium gegangen und hat seinen Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz absolviert. Während seines Praktikums bei "center.tv. Ruhr" packte ihn ein ganz besonderes Fieber. Als Reporter zog er nach seinem Praktikum für "center.tv mobil vor Ort" los, um die Region unsicher zu machen und immer wieder über interessante Neuigkeiten zu berichten. Bei „center.tv. Ruhr“ arbeitete Florina Wels schließlich eine Zeit lang als Videojournalist und moderierte unter anderem die "Revierzeit".
Mit Beginn der Kooperation zwischen "center.tv. Ruhr" und der König Pilsener Arena Oberhausen wird Florian Wels schließlich für das Event-Magazin "Backstage" als Moderator engagiert.
Zum Public Viewing in der Arena, zur Fußballweltmeisterschaft 2010 gab Florian Wels sein erstes Live Debüt vor mehr als 12.000 Zuschauern. Später moderierte er "Das große Arena Oktoberfest 2010" vor mehr als 4000 Zuschauern. Am 31. Oktober 2011 erhielt Florian Wels  seinen ersten TV Preis, den Metropolitan Award, für den von ihm moderierten "Eurovision Song Contest Spezial".

Nun dürfte jedem klar sein, was wir für ein besonderes Oktoberfest gefeiert haben, in der Arena Oberhausen. Dirndl, Lederhosen, fesche Madls und kernige Burschen waren selbstverständlich auch  anwesend, was wäre ein Event ohne passende Gäste. Die mit bayrischen Köstlichkeiten versehenen Teller, die auf jedem Tisch zu finden waren, wurden fast so gut aufgenommen, wie das bayrische Hauptgetränk.
Viele "Gute Geister" sorgten dafür, dass die Kehlen nie trocken wurden. Zum Beispiel  Anna, Sebastian, Yvonne und Nadine von Theke 3.  Linda und Nina, die ebenfalls für das leibliche Wohl sorgten. Manuel und Laura, bei denen man seine Kräfte durch das Schlagen eines Nagels in einen festen Holzblock herausfinden konnte, spitzbübisch "nageln" genannt. Kevin sorgte für gute Laune beim "Bullenreiten". Lisa und Dennis halfen den Gästen beim "Maßkrugschieben", dort, wo man dem Himmel so nah war (*lach*). Vivien hielt ein belustigt-strenges Auge auf diese kleinen Spielchen, auch beim "Erbsenschlagen" oder "Seppelhut-Werfen". Dieser Kirmesspaß konnte durch den Einsatz roter oder goldener Chips ausprobiert werden. Danke euch allen und auch an diejenigen, die ich hier nicht extra namentlich erwähnt habe, für einen "besonders witzigen bayrischen Touch". (Natürlich haben meine Fotografen, Frank Gebauer und Natascha Becker, diese Kirmes genauso ausprobiert, wie ich selbst. Was für eine Gaudi!!!)

Selbstverständlich möchte ich auch das aufmerksame Sicherheitspersonal erwähnen, ohne dies ein reibungsloser Ablauf sicher nicht möglich gewesen wäre.
Ich kann nur noch einmal anschneiden, wie fantastisch und professionell dieses Event durchgeführt wurde, das durch eine hervorragende Organisation in wirklich allen Bereichen unvergessen bleibt.
Auch die Liebe kam nicht zu kurz. Ich selbst habe mitbekommen, wie zwei Herzen zueinander gefunden haben. Bestimmt aber waren diese beiden nicht die einzigen.
Vielen Dank an den Veranstalter SMG Entertainment Deutschland GmbH, auf ein neues Oktoberfest im nächsten Jahr.




Dienstag, 23. August 2016

Weekend of Vampires - im Movie Park Bottrop-Kirchellen


Drei Tage lang Hollywood ganz nah sein - drei Tage lang die dunkle, sinnliche  Anziehungskraft der Vampire und ihre Gewohnheiten kennenlernen. Das und noch viel mehr bot uns der Movie Park unter der Ägide des Event-Veranstalters "Weekend of Entertainment" am letzten Wochenende vom 22.7 bis zum 24.7 2016.
Vier bekannte US Stars kamen dafür extra nach Deutschland: Peter Facinelli, Aaron Jay Rome, Fred Williamson und Megan Franich.
Peter Facinelli genoss sogar die Fahrt Richtung Bottrop-Kirchhellen sehr, denn er selbst steuerte den offiziellen Amtswagen vom Bundesamt für magische Wesen und das sogar ohne Zauberei und am hellen Tag.
Wir Presseleute waren Freitag, 22.7.2016 pünktlich vor Ort und warteten gespannt auf die Stars, denn
der Flieger traf natürlich nicht pünktlich ein. Wie immer.  
Als erstes stießen wir dann auf den sympathischen Fred Williamson, der sich gern mit uns für die ersten Fotos zur Verfügung stellte. Aber auch die anderen trudelten dann langsam ein.
Ich wurde vom Leuchtfeder-Vorsitzenden und -Redakteurs Harry Michael Liedtke begleitet, was mich besonders freute, denn momentan ist er gesundheitlich etwas angeschlagen. Aber davon bemerkte hier niemand etwas. Etwas später saßen die Stars dann endlich vor uns und beantworteten während der Pressekonferenz cool und lässig unsere Fragen.

Peter Facinelli, der Amerikaner mit italienischen Wurzeln, bekannt aus "Twilight".
Er plauderte locker von seiner Rolle, also aus dem Leben des "Dr. Carlisle Cullin".
Aktuell ist er in der Serie "Supergirl" zu bewundern.
Aaron Jay Rome, weihte uns in Geheimnisse seiner Serie "Vampire Diarys" ein, deren
vierte Staffel gerade auf SIXX auch bei uns in Deutschland ausgestrahlt wird.
Megan Franich, stammt aus Neuseeland und hat sich hervorragend als "Iris" in "30 Days of Night" präsentiert. Einige kennen sie bestimmt auch aus "Die Chroniken von Narnia".

Fred Williamson ist bestimmt allen bekannt aus Quentin Tarantinos Klassiker "From Dusk Till Dawn", indem er als "Frost" Horden von Vampiren nieder metzelte.
Alle vier waren gut gelaunt und beantworteten unsere Fragen äußerst ausführlich. Einen Moment verharrten sie allerdings, als ich sie zum Schluss fragte, ob einer von ihnen auch von der Begeisterung
der aktuell grassierenden "Pokémon-Suche" ergriffen sei. Selbstverständlich verneinten sie alle,
aber ich sah trotzdem ihr schelmisches Lächeln, ha!
Irgendwann waren wir Journalisten dann schließlich in unserer Neugier gesättigt und die Stars
durften sich ausruhen und für morgen vorbereiten.

Am Samstag, 23.07.2016  kam ich in meinem Outfit der "Hexe Tina", also langes Kleid mit Schlitz, Hexenhut und feuerroten Haaren. Erst auf den zweiten Blick wurde ich erkannt. Begleitet wurde ich von meiner wunderschönen Tochter Natascha, die selbst wie eine Vampirlady aussah. Deshalb gelang es uns fast auf Anhieb, Fred Williamson zu verzaubern. So entstand ein sehr schönes Bild mit dem sympathischen Schauspieler. Ein amerikanischer  Schauspieler, eine deutsche Autorin und ihre Tochter. Perfekt!

Interessante Lesungen standen weiter auf dem Programm, Workshops und Cosplays (also, die Kunst des Kostümierens) wurden angeboten und am Abend liefen Screenings (außergewöhnliche Filmvorführungen).
Den ganzen Tag lang wurden Fotoshootings mit den Stars angeboten und natürlich durfte sich jeder, ohne eine Blutspende oder ein Blutopfer dafür leisten zu müssen, Autogramme geben lassen.
Natascha und ich wurden fast automatisch von einem kleinen Filmset angezogen, in dem ein ebenholzfarbener Sarg aufgebaut war. Mutig legte sich meine Tochter hinein und faszinierte
die restlichen Besucher, die sie tatsächlich für einen Vampirstar hielten. Ich selbst stand dahinter
und hielt streng Wache über ihren plötzlichen Tagesschlummer in dieser ungewöhnlichen Schlafstätte.
Also, ich fand, Natascha wirkte darin sogar etwas mutiger als Aaron Jay Rome, dem die kleinen "Ratten" nicht ganz so geheuer zu sein schienen.

Nicht vergessen möchte ich hier den Vampirtanz, den Peter Facinelli mit einer kleinen, vielleicht sechsjährigen "Vampirin" Jona gemeinsam rockte. Sie stand ihm in nichts nach!
Auch meinen Freund und Kollegen Frank Gebauer überkam es schließlich, aber da er seinen Umhang vergessen hatte, musste der Schottenrock her. Ob wir nun gemeinsam vor dem Stand des Bundesamts
für magische Wesen
standen oder vor einem Vampirsarg, sein Schottenrock hatte das gewisse Etwas,
das auch unseren Stars gefiel.
Schließlich verabschiedeten sich Natascha und ich spät am Nachmittag, um noch kurz durch den Movie Park zu schlendern und hinüber zu "van Helsing" zu gelangen. Doch dazu kam es nicht. Angezogen von meinem Hexenbesen oder meinen roten Haaren oder doch eher dem etwas auffälligen Hexenhut, stürmten plötzlich immer mehr Kinder zu mir, um sich auf Movie Parks Straßen mit Hexe Tina, auf ihren Besen reitend, fotografieren zu lassen. Ein typisch aufregender Tag also im Movie Park (*lach*).
Wie ich hörte, ging es auch auf der späteren "VIP-Vampirparty" ziemlich lustig zu, aber da ritt die Hexe schon auf ihrem Besen durch die Nacht.

Sonntag begleitet mich mein Lesepartner Marcus Watolla. Gemeinsam waren wir als zauberhaftes und bittersüßes Team zu einer Lesung spontan eingeladen worden. Doch erst zum Nachmittag.
Als wir mittags das Territorium der Vampire betraten, packten einige Händler bereits ihre Waren ein. Es war aber auch ein schwüler und heißer Tag. Natürlich gab es auch an diesem Tag wieder interessante Lesungen und auch unsere Stars standen wieder für Autogramme und freundliche Gespräche mit ihren
Fans zur Verfügung. Und doch war die Atmosphäre anders wie gestern.
Spontan und flexibel wie Marcus Watolla (heute im beeindruckenden Vampirumhang gehüllt) und ich, Hexe Tina, nun einmal sind, verzichteten wir auf unsere Lesung und traten zu einer ungewöhnlichen Aktion an. Gemeinsam liefen wir durch den Movie Park, ließen uns fotografieren und wieder bot ich Besenritte an, die abgelichtet werden durften. Alles im Auftrag der Vampire!
Als wir in unser eigentliches Gebiet zurückkehrten, konnten wir deutlich die Aufbruchsstimmung spüren. Schnell trafen wir uns noch mit Frank Gebauer am hinteren VIP-Ausgang, um noch ein paar Fotos vor dem Dienstwagen des "Bundesamts für magische Wesen" zu schießen. Ob diese mich als Hexe Tina von nun an wirklich vor einigen Abenteuern bewahren konnten? Als Autorin regten sie jedenfalls meine Fantasie an und als Journalist bekam ich genügend Input. Wie viel "kreative Muse" braucht Frau mehr?

Alles in allem war dieses Wochenende ein wundervolles Event, mit einem glamourösem Hauch von Hollywood, geheimnisvoller Atmosphäre sinnlicher Vampire und neu geschlossenen Freundschaften. Ein Wochenende, wie es wieder einmal nur unser Movie Park in Bottrop-Kirchhellen ermöglichen konnte.
Kommt gut nach Hause, Hollywood-Stars!



Vielen Dank an den Ausrichter "Weekend of Entertainment", insbesondere an Sonja Sunny Wascher.
 
(Fotos/ Text: Frank Gebauer)

Mittwoch, 17. August 2016

Extraschicht 2016 in Oberhausen und Umgebung


… zauberhaft war es und magisch, sehr magisch.
Die Nacht der Industriekultur bot mit dem Programm der "Extraschicht" dieses Jahr wieder vielen Besucher in 20 verschiedenen Städten ein außergewöhnliches Event an. Exakt 48 Standorte und überall reden die Menschen immer noch davon, wie besonders dieser Abend war. Oberhausen war gleich mit mehreren interessanten Orten vertreten. Gasometer, LUDWIGgalerie, Altenberg und endlich auch wieder die Niebuhrg

Nach einjähriger Pause doch hier an dieser Stelle mal ein ganz herzliches "Willkommen" an
Holger Hagemeyer, dem Niebuhrg-Leiter. Und das Theater an der Niebuhrg bot dieses
Jahr beim "Buhrgzauber" ein echtes Special an: ein Zusammenspiel von Licht und Feuer,
unter dem magischen Zauber menschlicher Kreativität.
Ich selbst befand mich auch mitten im Geschehen. Frank Gebauer stellte mir einen unglaublich
geeigneten Raum in seinem ARTelier P2 zur Verfügung. Direkt angrenzend an der Niebuhrg,
umgeben von kreativen Kunstwerken verschiedener Künstler.

Nicole Tenge, Rainer Müller, Georg Overkamp und natürlich Frank Gebauer, haben sich mit
all ihren ausgestellten Bildern mal wieder selbst übertroffen. Geheimnisvolle Landschaften,
außergewöhnliche Momente oder kreativ lebendig dargestellte Personen vergangener Zeiten,
dessen Geister zu diesem Event deutlich spürbar anwesend waren.
David Bowie, Mick Jagger oder Marlene Dietrich (wird gerade in der Gedenkhalle am Schloss
Oberhausen ausgestellt unter: Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Die Nazis.)

Frank Gebauer hauchte diesen tot geglaubten Promis durch seine Bilder neues Leben ein.
Durch Farben. Durch Können. Durch seine einzigartige Sicht der Dinge.
Aber auch ich stand dem großen Künstler in nichts nach. Schon Tage vorher kündigten
Frank Gebauer und ich unsere ungewöhnlichen Aktionen mit äußerst gekonnter Werbung an.
Mein Thema? Tina Becker präsentiert: Goethes Zauberlehrlinge lesen im ARTelier P2.

Und sie haben den Laden gerockt! Sie, das bedeutete: Talira Tal und Frank Vollmann, "Oppa"
Kurt Guske, Nadine Muriel und wir, Marcus Watolla und ich, als zauberhaftes und bittersüßes Leseduo.
Eigentlich sollte unser Zauberlehrling Angie Chris in unsere Mitte kommen, aber leider erkrankte sie.
Schade. Echt schade. Gute Besserung von hier aus, Angie Chris!
Obwohl die Abläufe des Abends vorher besprochen waren, passten sich alle dem laufenden
Publikum an. An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinem Team, das den ganzen Abend
unwahrscheinlich
spontan und zauberhaft reagiert hatte.

Eigentlich, so ganz eigentlich, sollte es spät am Abend auch noch eine erotische Lesung geben.
Tara Becker stand bereit, Oppa Kurt Guske und auch Frank Vollmann.
ABER! Da es bis spät am Abend immer wieder die jungen Gäste zu uns hinzog,
beschlossen wir spontan, lieber die Kollegen von morgen zu verzaubern.
Ich in meinem urigen Hexenraum. Mit Energiekugel, Pentagramm, vielen Kerzen und Zauberbonbons. Nicht nur mein gerade veröffentlichtes Buch "Hexe Tina - einfach zauberhaft" wurde zwischen all dem magischen Kram präsentiert, sondern auch "Die Gilde der Rose" von Talira Tal.

Zwei weiße Hexen und eben ihre Zauberlehrlinge. Während Hexe Tina begeistert durch die angrenzende Niebuhrg schlich und das Publikum auf unsere Lesungen aufmerksam machte, begeisterte Oppa Kurt, ein echter Nachfahre des Grafen von Dunkelstein die Besucher ebenso, wie Marcus Watolla einigen Zuhören die "Magie" etwas näher erläuterte. Nadine Muriel stellte eine Verbindung zwischen den Welten her und selbst das Lichtwesen Frank Vollmann brachte viele Damenherzen dazu, schneller zu schlagen.
Und was für interessanten Menschen ich begegnet bin! Angezogen von lebensgroßen Tarotkarten betrat ich sogar eine Oase der Ruhe, indem wirkliche Lichtgeister für Wohlbefinden sorgten. Ich, schwarzgekleidetes Wesen, fungierte vielleicht gerade an so einem klaren, hellen "Lichtort" etwas ungewöhnlich, habe mich aber augenblicklich wohl gefühlt, bei diesen strahlendhellen Wesen. Schließlich wurde ich von unübertroffenen Klängen angezogen, die durch die Niebuhrg tönten. Ronald Harmstein und seine Band CS3 faszinierten mit ihrer Musik und ich konnte gar nicht anders, als ihnen gebannt zuzuhören.

Ach, vorher huschte ich noch schnell mit Markus Watolla zu einer coolen Lesung des Literaturstudios Essen vorbei. Dort wurden wir von Emine Textor auf die Bühne geholt, denn wir durften gratulieren. Nicht umsonst hieß es bei ihnen "Die Geburtstagslesebühne des Literaturstudios Essen"!
Stunden hätte ich noch durch die Nieburg laufen können, denn dieses imposante Lichtspiel der Farben tauchte die gesamten Mauern der ehemaligen Zeche Concordia in ein wirklich zauberhaftes Licht.
Auch als die Dunkelheit endlich anbrach, hörte der Regen auf und zauberhafte Dinge passierten auf dem Außengelände. Feuer und Licht vereinigten sich hervorragend, genau wie Holger Hagemeyer es gewollt hatte. Bestimmt steckt in ihm ebenfalls ein großartiger Zauberer!
Während wir weiterhin unser Publikum in Oberhausen an der Niebuhrg verzauberten, geschahen in einer ganz andern Stadt ebenfalls wunderbare Dinge. In Herne gab es auch eine Extraschicht. Ein feines, kleines Event, das sich unauffällig im Herzen von Wanne-Eickel abspielte. Hier präsentierte sich ein ganz lieber Kollege von mir. Spielmann Michel, der mit seinem umfangreichen Programm aus Rock, Pop, Folk und Mittelaltermusik die Bushaltestelle „Eickel“ beschallte. Mit Dudelsack, Gitarre und seinem einzigartigen Humor verkürzte er den kulturbeflissenen Mitbürgern die Wartezeit, bis der Bus kam.

Wie er mir später schmunzelnd erzählte, nahmen einige Zuhörer sogar einen Bus später,
um noch weiter der Spielmannskunst zwischen Queen, Johnny Cash, AC/DC, Hannes Wader
oder Walter von der Vogelweide zu lauschen. So wie ich Spielmann Michel kenne, präsentierte
er den Besuchern auch Lieder aus der eigenen Feder.
Viel passierte also an diesem Abend im Ruhrgebiet. Und geredet wird davon heute noch. Hiermit möchte
ich mich aber noch einmal bei Frank Gebauer bedanken, der es uns ermöglichte, in seinem ARTelier P2
zu zaubern, was der Besen hergab. Frank, du bleibst der Größte!







(Bilder Frank Gebauer, Schwerner's Fotos)